Geschichte
779 wird Nieder-Erlenbach im Lorscher Codex als Arilbach (Erlenbach) erstmals erwähnt: eine Frau Meginburc beschenkte das Kloster Lorsch mit ihrem gesamten dort gelegenen Eigentum. Das waren neben landwirtschaftlichen Flächen, Wirtschaftsbauten und Wohnhäusern auch vier Leibeigene. Nieder-Erlenbach lag nach dieser Eintragung im Gau Wettereiba (Wetterau).
Ab 1376 übt die Reichsstadt Frankfurt am Main die Herrschaft in Nieder-Erlenbach aus; die Stadt kann nach dem von Karl dem IV. verliehenen Recht der Dorfherrschaft auch die Schultheißen und Schöffenämter besetzen; 1401 gebietet der König noch einmal ausdrücklich den Nieder-Erlenbachern, Frankfurt gehorsam zu sein. Der Grund dieser Anordnung ist nicht überliefert, lässt aber nicht auf große Liebe der Dörfler zu ihren städtischen Herrschern schließen. Die von Frankfurt eingesetzten Beamten nennen sich in der Folge (spätestens ab 1403) Burggrafen.
Im 17. Jahrhundert wird Nieder-Erlenbach zweimal durch verheerende Brände weitgehend vernichtet (1602 und 1677).
Im Jahre 1866 anlässlich der preußischen Okkupation wird die Frankfurter Herrschaft über Nieder-Erlenbach beendet. Die Gemeinde fällt an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt.
Nieder-Erlenbach blieb ein eigenständiges Dorf in der Wetterau, bis es 1972 auf Grund eines Eingemeindungsvertrages nach Frankfurt am Main eingemeindet wurde.
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