Geschichte
Im 9. und 10. Jahrhundert stieg die Bevölkerung in Zofingen stark und dehnte sich über die Wigger nach Westen in den Urwald aus. Auf den frisch gerodeten Anhöhen entstanden acht Steckhöfe. Die als «Waldviertel» bekannten Steckhöfe wuchsen stetig. Ihre Bewohner lebten weitestgehend autonom und kümmerten sich kaum um den übergeordneten Staat.
Während des Mittelalters war das Gebiet um Vordemwald Bestandteil des Amtes Aarburg, das im Besitz der Grafen von Frohburg war. Das Amt wurde 1299 an die Habsburger verkauft, die damit sowohl die niedere wie auch die hohe Gerichtsbarkeit besassen. 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau; das Gebiet um Rothrist gehörte nun zum Untertanengebiet der Stadt Bern, dem Berner Aargau. Die Reformation wurde 1528 eingeführt.
Im März 1798 nahmen die Franzosen die Schweiz ein, entmachteten die «Gnädigen Herren» von Bern und riefen die Helvetische Republik aus. Der westlich der Wigger gelegene Teil des Amts Aarburg gehörte zunächst zum Kanton Bern (Distrikt Langenthal) und wurde dann im März 1803 dem Kanton Aargau angefügt. Am 17. August 1803 fand erstmals eine Gemeindeversammlung statt; die Steckhöfe wurden unter dem neuen Namen Vordemwald vereinigt. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb die Gemeinde landwirtschaftlich geprägt, das Bevölkerungswachstum war im Vergleich zum übrigen Bezirk unterdurchschnittlich.
Vordemwald war einer der Spielorte der Faustball-Weltmeisterschaft 1999.
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