Matzendorf SO
Matzendorf SO
Matzendorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Thal des Kantons Solothurn in der Schweiz.
Geographie
Geographie
Matzendorf liegt auf , 5 km westlich des Bezirkshauptortes Balsthal (Luftlinie). Das Strassenzeilendorf erstreckt sich beidseits des Dorfbaches auf der Sonnseite am nördlichen Talrand des Balsthalertals, am Fuss der Brunnersbergkette im Solothurner Jura.
Die Fläche des 11.3 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im mittleren Teil des Balsthaler- oder Dünnerntals, eines Längstals im Solothurner Jura. Den zentralen Teil des Gebietes bildet die rund 500 bis 1000 m breite flache Talebene der Dünnern. Nach Süden reicht der Gemeindebann auf die Antiklinale der Weissensteinkette und umfasst dabei den dicht bewaldeten Steilhang der
Leberen, die im Westen durch das in den harten Malmkalk eingeschnittene Erosionstal des
Horngrabens begrenzt wird. Die südliche Grenze verläuft auf der Waldkrete des
Höllchöpfli, das mit die höchste Erhebung von Matzendorf bildet.
Nördlich an die Talebene der Dünnern schliesst die vom Dorfbach durchflossene Mulde von Matzendorf an, welche von den Vorbergen
Alphübel und
Emet flankiert wird. Weiter im Norden
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Geschichte
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte bereits im Jahr 968 unter dem Namen
Mazendorf; von 1227 ist die Bezeichnung
Macindorf überliefert. Der Ortsname ist abgeleitet vom alemannischen Personennamen
Matzo. Matzendorf war zur Zeit seiner ersten Nennung im Besitz des Klosters Moutier-Grandval. Im Verlauf des 11. Jahrhunderts kam das Dorf mit seinem Dinghof an das Sankt-Ursen-Stift in Solothurn, bildete fortan eine Enklave im Gebiet der Grafen von Froburg und erlebte deswegen in der Folgezeit ein anderes Schicksal als die übrigen Gemeinden des Tales.
Im 14. Jahrhundert verkaufte das Stift den Dinghof Matzendorf an die Grafen von Nidau. Danach gab es verschiedene Besitzerwechsel, bis das Dorf 1400 an A. Bumann von Olten kam und dabei relativ grosse Freiheiten genoss. Im Jahr 1449 gelangte Matzendorf durch Kauf an Solothurn und wurde in die Landvogtei Falkenstein eingegliedert, wobei das Dorf Sitz eines Gerichtskreises wurde. Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es verschiedene Eisenschmelzen auf dem Gebiet des Dorfes.
Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) w
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Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Die auf freiem Feld auf einem Hügel westlich des Dorfes stehende katholische Sankt Pankratius-Kirche wurde 1520 im Stil der Spätgotik neu erbaut und 1781 vergrössert. Die Allerheiligenkapelle wurde 1949 errichtet.
Wirtschaft
Wirtschaft
Matzendorf war früher ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf, doch auch die Eisenverarbeitung und die Herstellung von Kunstkeramik (Fayence) hatten im 18. und 19. Jahrhundert eine wichtige Bedeutung. Im Lauf des 16. Jahrhunderts wurden die Höhen der Brunnersbergkette gerodet, ausgedehnte Sömmerungsweiden für das Vieh geschaffen und mehrere Sennhöfe erbaut. Noch heute haben der Ackerbau und der Obstbau in den tieferen Lagen sowie die Milchwirtschaft und die Viehzucht in den oberen Gemeindeteilen einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung.
Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In Matzendorf sind heute eine Metallgiesserei, eine Aluminiumgiesserei, Betriebe des Holzbaus und der Holzverarbeitung, des Maschinenbaus, des Metallbaus, des Baugewerbes, mechanische Werkstätten und eine Gärtnerei vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in Balsthal sowie im Raum Olten-Solothurn arbeit
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