Vulliens
Vulliens
Vulliens ist eine politische Gemeinde im Distrikt Broye-Vully des Kantons Waadt in der Schweiz.
Geographie
Geographie
Vulliens liegt auf , 25 km südwestlich des Bezirkshauptortes Payerne (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich auf einer leicht nach Westen geneigten Hochfläche, zwischen den Tälern von Carrouge und Broye, im Waadtländer Mittelland.
Die Fläche des 6.6 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Molassehügellandes zwischen dem Jorat und dem Oberlauf der Broye. Die Nordgrenze bilden das tief in die Molassehöhen eingeschnittene Tal der Broye südlich von Moudon und die Mündung der Bressonne in die Broye. Von hier erstreckt sich der Gemeindeboden südwärts auf den Höhenrücken von Vulliens mit dem
Pierravau , der Höhe von Bramafan und
Le Signal (mit der höchste Punkt der Gemeinde). Der Höhenrücken fällt gegen Osten relativ steil zum Broyetal ab, während er sich gegen Westen nur sanft neigt, bevor ein Steilabfall zum Carrougetal erfolgt. Das Erosionstal des Carrouge bildet auf weite Strecken die westliche Abgrenzung von Vulliens. Ganz im Süden reicht das Gemeindegebiet in den Wald
Bois de Ban. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 4 % auf Siedlungen, 27 % au
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Geschichte
Geschichte
Das Gemeindegebiet von Vulliens war schon zur Römerzeit besiedelt, was durch Funde von gallorömischen Gräbern belegt wird. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1142 unter dem Namen
Wilens. Später erschienen die Bezeichnungen
Willens (1154),
Willeyns (um 1160),
Villeins (1184),
Vulens (im 12. Jahrhundert),
Vulleins (1220),
Willayns (1264),
Vylliens und
Wyliens (1331) sowie
Vuilliens und
Williens im 14. Jahrhundert. Der Ortsname geht auf den burgundischen Personennamen
Willa zurück und bedeutet
bei den Leuten des Willa.
Im Mittelalter bildete Vulliens eine bedeutende Herrschaft, zu der auch die Dörfer Carrouge, Mézières, Ropraz und Chapelle (Glâne) gehörten. Einen Teil ihres Besitzes überliessen die Herren von Vulliens im 12. Jahrhundert der neu gegründeten Zisterzienserabtei Haut-Crêt. Im 13. Jahrhundert geriet die Herrschaft unter den Einflussbereich der Savoyer. Durch Erbteilungen verkleinerte sich die Herrschaft Ende des 13. Jahrhunderts und erfuhr anschliessend zahlreiche Bes
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Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Schon 1228 ist eine Pfarrkirche in Vulliens erwähnt. Der heutige Bau hat nur noch wenig mit dem mittelalterlichen Gotteshaus gemeinsam; die einzigen erhaltenen Teile sind zwei Fenster und das Portal aus dem 15. Jahrhundert. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Château du Sépey, ein ehemaliger Herrensitz, besitzt einen Turm aus dem 12. Jahrhundert. Es war zeitweise Wohnsitz des Malers Eugène Burnand.
Wirtschaft
Wirtschaft
Vulliens war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und die Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Durch den Bau von mehreren Einfamilienhäusern in den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den umliegenden grösseren Ortschaften arbeiten.
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