Sehenswürdigkeiten
Bergün ist ein typisches Strassendorf. Zu beiden Seiten der ansteigenden Hauptstrasse reihen sich Häuser im Engadiner Stil aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, mit Fassadenmalereien, Erkern und Fenstergittern. Die reformierte Kirche ist im Kern romanisch, der rippengewölbte Chor und der spitze Turmhelm sind spätgotische Zutaten. Die Kirche wurde gegen 1500 komplett ausgemalt. Der Zyklus zeigt Stationen aus der Passion und Christus mit den 12 Aposteln. Dabei ist deutlich, dass die Bemalung der Wände vermutlich vor der Gestaltung der bestehenden gotischen Fenster geschehen sein wird (Sie durchbrechen die Malerei). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die lange Zeit übermalten Bildwerke freigelegt und ergänzt (Vgl. Jürg A. Bossardt und Diego Giovanoli: Bergün/Bravuogn, 1983 (Schweizerische Kunstführer)). Das Zentrum des unteren Dorfteils bildet der Platzturm la Tuor aus dem 12. Jahrhundert.
Hauptattraktion für Eisenbahnfreunde ist die verschlungene Linienführung der Albulabahn mit ihren Viadukten und Kehrtunnels. Beim Bahnhof Bergün, wo bereits vor einigen Jahren eine historische Elektrolokomotive als Denkmal aufgestellt wurde, soll zukünftig ein Eisenbahnmuseum entstehen.
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