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Österreich

Hauptstadt
Wien
 
Fläche
83.859 km²
 
Bevölkerung
8.205.000
 
pro km²
98 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
23.07.2019
16:00
 
 
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Geschichte

Eperaespruch, Ebilspeh, Ebersberg - wie Ebelsberg in früheren Zeiten geheißen hat, hat keine eindeutige Entstehungsgeschichte.

Schon die Römer benutzten diesen der Donau nächstgelegenen Traunübergang, liegt er doch an dem Schnittpunkt zwischen Donau, Traun und der Verbindung zwischen Linz und Enns, den damaligen Lentia und Lauriacum. Mit ziemlicher Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass an dieser so wichtigen Stelle schon früh ein befestigter Platz entstanden ist.

Einer umstrittenen erstmaligen Erwähnung des heutigen Ebelsberg im Jahre 905 als „Eperaespurch“ folgte im Jahr 1071 eine eindeutige Erwähnung als „Ebilsperch“ in einer Urkunde des Bischofs Altmann von Passau.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielte die Familie Kast, welche das Schloss 1825 erwarb. An den Namen der Freiherrenfamilie erinnern heute noch die sogenannten "Kast-Gründe", eine Wohnanlage südöstlich des Ortsteils Ebelsberg.

In die Weltgeschichte ging Ebelsberg durch die Schlacht um Ebelsberg in den Napoleonischen Kriegen ein. Nach zähen Kämpfen u.a. auch auf der Brücke über die Traun - im damals Hochwasser-führenden Fluss ertranken viele Soldaten beider Seiten - wurde der Ort durch die französischen Truppen eingenommen. An einem Haus der Marktstraße ist noch heute (2008) eine Kanonenkugel aus der Zeit in einer Hausmauer eingelassen.

Bis Dezember 1973 verband die Straßenbahnlinie E Ebelsberg mit dem Stadtzentrum. Nur einen Monat später wurde auch die Lokalbahn nach St. Florian eingestellt. Infolge der wachsenden Bautätigkeit ab Mitte der Achtziger Jahre auf den Kastgründen und in den Neunziger Jahren im Ennsfeld wurde die Straßenbahnverbindung nach Ebelsberg wieder aufgebaut und 2002 eröffnet, während ein Teil des stark angewachsenen Individualverkehrs über die ebenfalls neu errichtete Umfahrung Ebelsberg umgeleitet wurde. 2005 wurde eine weitere Straßenbahnverlängerung in die sogenannte Solar City Pichling in Betrieb genommen, womit ein neuer, schnell wachsender Stadtteil an der Peripherie erschlossen wurde. Mittelfristig wird an eine weitere Streckenverlängerung in Richtung Pichlinger See in Verbindung mit dem Bau eines Umsteigeknotens gedacht. Durch die Abriss-Arbeiten von den 1930er-Jahren bis in die Jetztzeit wurden historische Gebäude für den Durchgangsverkehr geopfert.

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