Geschichte
Nach der Überlieferung rastete 754 der Leichenzug des Heiligen Bonifatius auf seinem Weg von Mainz nach Fulda an der Stelle des heutigen Ortes Kalbach. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kalbach im Jahr 772, als ein Herr Walprath eben jenen Acker aus Caltebach an dem der Leichenzug rastete an das Kloster Fulda verschenkt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Leibeigenen und die Güter von Kalbach mehrmals verschenkt, verpfändet, zurückgekauft und vererbt. Unter anderem gehörte die Gemeinde zum Kloster Lorsch, den Herren von Königstein und Falkenstein, dem Johanniterhaus in Frankfurt. Als 1418 die Falkensteiner aussterben kommt Kalbach in den Besitz von Eppstein. 100 Jahre später 1535 kommt Kalbach erbschaftsgemäß von den Königsteinern an die Grafen von Stolberg und als diese aussterben an das Kurfürstentum Mainz.
1802 fällt Kalbach nach der Auflösung des Kurstaates Mainz an Nassau-Usingen und wird schließlich nach dem Krieg von 1866 preußisch und dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugeteilt.
2001 wurde der Bebauungsplan der Großsiedlung Riedberg im Süden Kalbachs beschlossen. Bis zum Bauende 2017 sollen dort 15.000 Menschen leben und 3000 Arbeitsplätze entstehen. Seit 2006 bildet der ehemals eigenständige Stadtteil Kalbach gemeinsam mit dieser Siedlung einen Stadtteil mit dem neuen Namen Kalbach-Riedberg. Dabei wurde die Grenze zum Nachbarstadtteil Niederursel verlegt.
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