Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1272 unter dem Namen Mulnheim. Später erschienen die Bezeichnungen Mulheim (1354), Mulchein (1531), Mülchy (1570) und Mülchi (1637). Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens lautet Siedlung bei der Mühle, abgeleitet vom althochdeutschen Wort mulin (Mühle).
Seit dem Mittelalter stand Mülchi unter der Oberhoheit der Grafen von Kyburg. Im 13. Jahrhundert erwarb das Zisterzienserinnenkloster Fraubrunnen den Zehnten über Mülchi. Im Jahr 1406 gelangte das Dorf unter Berner Herrschaft und wurde dem Landgericht Zollikofen zugeordnet. Am 1. September 1773 fielen zahlreiche Häuser einer Feuersbrunst zum Opfer. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Mülchi während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.
Schon im 18. Jahrhundert wurden grosse Anstrengungen unternommen, der Versumpfung des Limpachtals entgegenzuwirken. Neues Kulturland wurde jedoch erst während der kantonsübergreifenden Melioration in den Jahren von 1939 bis 1951 gewonnen.
Basierend auf dem Artikel Mülchi der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
Quelle | Autoren und Artikelversionen