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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
03.04.2025
06:39
 
 
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Geschichte

Das Fischer- und Seefahrerdorf Prerow wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Als Teil Pommerns war Prerow vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Wiener Kongress schwedisch und kam am 23. Oktober 1815 als „Neuvorpommern“ zu Preußen. 1715 bis 1720 gehörte Prerow zu Dänemark.

Seit dem 17. Jahrhundert betrieben die Prerower die Seefahrt. Im Ort entstanden auch drei Segelschiff-Werften. Gebaut wurden Schoner, Jachten, Briggs, Barken und andere Schiffstypen. Im Jahre 1872 setzte ein schweres Sturmhochwasser ganz Prerow weit unter Wasser. In der Folge beschloss man, den Prerower Strom, der östlich von Prerow die Ostsee mit dem Bodstedter Bodden verband, zu schließen. Mit dem Niedergang der Segelschifffahrt Ende des 19. Jahrhunderts wurde Prerow ein bedeutender Bade- und Kurort. Die Abgeschiedenheit des Ortes sowie der weite Strand aus weißem, steinfreiem Sand leisteten einen wichtigen Beitrag dazu. Das flache Ufer und die meist schwache Brandung machten ihn bis heute ideal für Badeurlaub mit kleinen Kindern.

Im 19. und 20. Jahrhundert siedelten sich Kunstmaler an. Es kam zur Gründung von Künstlerkolonien. Später galt das Ostseebad Prerow als Mallorca der DDR. Die Strände waren in sechs Reihen auf mehrere Kilometer Länge gefüllt. Im Sommer bevölkerten 20-mal so viele Urlauber wie Einwohner den Ort. Allein der Zeltplatz, das heutige Regenbogen Camp Prerow, beherbergte zeitweise über 10.000 Gäste. Für seine zahlreichen Diskotheken wie das traditionsreiche Dünenhaus, Helgoland und Seestern war Prerow in der ganzen DDR bekannt.

Prerow war ehemals eine Streusiedlung. Ausgangspunkt der Besiedlung war der am Hafen gelegenen „Drümpel“, ein Rundling. Die sich im Westen anschließenden Ortsteile sind jüngeren Datums und folgten zunächst den höchsten Dünenrücken der weiter westlich im Darßwald noch deutlich sichtbaren Neulandbildung. Typisch für den Ort, wie auch für die Dörfer Wieck und Born, ist der bis heute erhalten gebliebene alte Baumbestand aus Eichen, Buchen, Eschen, Bergahorn und anderen, der den Siedlungen einen parkartigen Charakter verleiht. Nachdem der Fremdenverkehr an Bedeutung zunahm, wurden Schritt für Schritt Baulücken mit touristischer Infrastruktur bebaut. Prerow beabsichtigt durch Tiefbohrungen zum Thermalbad zu werden.

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