Geschichte
Schuld beging 1975 seine 1000-Jahr-Feier und gründete dieses Jubiläum ebenfalls auf die sogenannte „Reifferscheider Urkunde“ aus dem Jahre 975. In diesem Schriftstück, einer Grenzbeschreibung der Pfarrei Reifferscheid, wird Schuld als „...et inde usque terminationem scolta“ erwähnt, woraus geschlossen werden kann, dass Schuld schon damals ein eigener Pfarrbezirk war. Eine weitere wichtige Quelle ist das Weistum des Schulder Hochgerichts von 1368. Hier wird von den vier „Honschaften“ (Hundertschaften) von Schuld gesprochen, zu denen auch Insul, Dümpelfeld und Niederadenau gehörten. Schuld war der Verwaltungs- und Gerichtssitz dieser Hundertschaftsorte. Der Begriff „Hundertschaft“ stammt aus fränkischer Zeit, so dass man annehmen kann, dass der Ort schon im 7. und 8. Jh. bestanden haben muss.
Auf eine Siedlung schon zur Römerzeit aber weisen Funde hin, als 1964 im Zuge der Flurbereinigung Reste eines römischen Gutshofes entdeckt wurden. Schuld gehörte zur Grafschaft Nürburg, später zum gleichnamigen kurkölnischen Amte und war Sitz eines Schultheißenamts. Die Schulder „Vier-Hundschaft“ war verpflichtet, bei Bauarbeiten an der Nürburg den nötigen Sand anzufahren. Der Kölner Erzbischof war der Landesherr. Allerdings hatten noch andere Grundherren Besitzungen und Rechte in Schuld.
Dem Kölner Domstift gehörte 1216 der Zehnte aus Rodungen im Schulder Wald. Ritter Rollmann von Sinzig war in Schuld Lehnsmann des Herzogs von Jülich. Dessen Besitzungen übernahm 1387 die Johanniterkommende Adenau.
Die Schulder Bürger gaben sich 1791 eine eigene Gemeindeordnung, in der Rechte und Pflichten aller Bewohner des Ortes geregelt wurden. Die Schulder Pfarrkirche geht in ihren Anfängen auf das 13. Jh. zurück, obwohl sicher schon 975 eine Kirche im Ort gewesen sein muss. 1923/24 kam es zu einem Neubau. Die Kirche wurde jedoch 1944 fast völlig zerstört und nach dem Krieg nur mühsam wieder aufgebaut. In den Siebziger Jahren wurde diese „Gertrudiskirche“ in größerem Umfang erweitert und renoviert.
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