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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
03.04.2025
02:32
 
 
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Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Selzens ist im Jahr 782 "Salzen" zu finden. Gräberfunde aus der jüngeren Steinzeit - 2000 vor Christus-, aus der Römerzeit - 100 nach Christus - und aus der Frankenzeit des 6./7. Jahrhunderts dokumentieren einen geschichtsträchtigen Ort.

Vom frühen Mittelalter bis zum 16.Jahrhundert gehörte Selzen zum Wormser Domstift. Der Domhof war Zehnthof des Domstiftes. Im 15. Jahrhundert erwarb die Kurpfalz die "Kapellhube" (Kapellenhof) und verdrängt den Wormser Domstift.

Dieser Vorgang spiegelte sich im Gerichtssiegel (im heutigen Ortswappen) von damals: "der pfälzische Löwe hält in der rechten Pranke den geraubten Wormser Schlüssel".

1792 endete die kirchliche Grundherrschaft des Wormser Domstiftes. Damit entfiel die Abgabe des Zehnten an Worms. Aus Freude darüber wurde die Ulme an der Südostecke Selzens gefällt und ein Freudenfeuer veranstaltet.

1797 fiel Selzen an Frankreich. 1816 wurde Selzen zurückgegliedert und gehörte fortan zu der neugebildeten Provinz Rheinhessen, die dem Großherzogtum Hessen zugeordnet war.

Seit 1945 gehört Selzen zum Land Rheinland-Pfalz. Mit der 1972 durchgeführten Verwaltungsreform endet das Kapitel zunächst mit der Zugehörigkeit der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim.


Einer Legende nach seien die Bewohner im Mittelalter verpflichtet gewesen, die Frösche in der Selz oder im Teich dadurch zum Schweigen zu bringen, dass sie mit Stangen in das Wasser schlugen . Die Gutsherrschaft wollte ungestört vom Quaken schlafen. Deshalb tragen die Bewohner den Spitznamen >Selzer Frösche<.
Die Herren von Bolanden besaßen hier im 12. Jhd eine Burg. ab 1294 hatte das Wormser Domstift die Vogtei inne. Nachdem es 1453 deren eine Hälfte an die Kurpfalz abtreten musste, bemächtigte sich der stärkere Partner Schritt um Schritt der ganzen Ortsherrschaft. Selzen ist, das zeigen fränkische Gräberfunde, aus drei Siedlungskernen zusammengewachsen. der Kirche im Osten, dem Wormser Zehnthof im Nordwesten und der Mühle im Süden, in deren nähe ein steinerner Steg (1617) den Fußpfad nach Undenheim über die Selz führt. Bereits 1413 besaß die Kurpfalz drei Höfe, darunter auch den heute noch bestehenden Kapellenhof, in dem öfter Ausstellungen und Theateraufführungen während der Sommermonate stattfinden. 1572 wir die Romanische Kirche bis auf den Turm, der heute noch steht, abgerissen. Der gotische Neubau wird dann 1740/41 durch einen barocken Saalbau ersetzt, der eine Stummorgel von 1787 beherbergt. Östlich der Durchgangsstraße, in den Seitenstraßen, befinden sich mehrere Fachwerkbauten. Am Ende der Ostergasse sind Pfeilerreste der ehem. Ortsbefestigung, der Oppenheimer Pforte zu sehen.

782 wurde die Gemeinde erstmals im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt.

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