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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
04.04.2025
11:37
 
 
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»
 

Geschichte

An der Grenze des ehemaligen Pfälzer Gebietes lag früher die Burg Heppenheft. Die Urahnen dieses Rittergeschlechtes, das von 1123 bis 1453 bestand, waren die Herren von Wisilo, die möglicherweise dem Dorf Weisel den Namen gegeben haben. Weisel wird erstmals 1275 erwähnt, und erhielt 1324 zusammen mit Caub die Stadtrechte. 1372 brannte Kurfürst Ruprecht I. das Dorf in einer Fehde nieder.

Die im Jahre 1613 wütende Pest rottete fast das gesamte Dorf aus. Anschließend brachte der Dreißigjährige Krieg großes Leid und Verwüstung über die Region.
Von 1620 bis 1649 wechselten mehrfach die Besitzer. Spanien, Schweden und Frankreich übernahmen die Herrschaft. Im Jahr 1650 lebten hier noch 37 Familien. Das Dorf bestand aus 31 Häusern und 23 Scheunen. Als Viehbestand zählte man 1 Pferd, 61 Ochsen und 45 Kühe.
In der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts haben furchtbare Brände das Dorf heimgesucht. 1810 wurden bei einer solchen Katastrophe 63 Gebäude (dies waren die Hälfte des Dorfes) in Schutt und Asche gelegt.

Ein weiterer Rückschlag für die Bevölkerung war Blüchers Rheinübergang in der Neujahrsnacht 1813/1814, als dieser nach der Völkerschlacht bei Leipzig Napoleon verfolgte, um ihn später bei Waterloo zu besiegen. Ca. 50.000 Soldaten zogen mit 15.000 Pferden plündernd durch Weisel. Der Schaden wurde auf 30.000 Gulden geschätzt. Die dreitägige Belagerung brachte aber nicht nur materielle Schäden, sondern Blüchers Truppen schleppten auch das Fleckfieber ein, an dem in der folgenden Zeit über 70 Menschen starben. Im Jahr 1838 zählte man im Dorf 128 Wohnhäuser, und 200 Einwohner.

Auch die beiden Weltkriege brachten über Weisel großes Leid. Viele Gebäude wurden durch Bomben und Granaten zerstört. 98 Dorfbewohner mussten hierbei ihr Leben lassen - 17 bleiben vermisst. Nach der amerikanischen Besatzung gegen Ende des 2. Weltkrieges gehörte Weisel anschließend der französischen Zone an. Versorgungsschwierigkeiten, Wohnungsnot und die Unterbringung zahlreicher Flüchtlinge aus den Ostgebieten stellten die Bevölkerung vor große Probleme. 1946 kam Weisel durch die Verordnung der französischen Militärregierung zum neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz.

Seit 1972 gehört es mit 16 weiteren Ortschaften der Verbandsgemeinde Loreley mit Verwaltungssitz in St. Goarshausen an.

Basierend auf dem Artikel Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
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