Dardagny
Dardagny
Dardagny ist eine politische Gemeinde des Kantons Genf in der Schweiz. Sie liegt fast am westlichsten Punkt des Landes.
Geographie
Geographie
Dardagny liegt an der Grenze zu Frankreich an der Rhône. Gelegen am Bach
Ruisseau des Charmilles, bietet es durch sein
Château de Dardagny eine romantische Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Am Rande des Ortes fliesst die
Ruisseau des Charmilles vorbei.
Geschichte
Geschichte
Aus der Jungsteinzeit wurde ein Beil gefunden. Aus dem Jahre 1093 wird schliesslich über die Errichtung der Kirche Saint-Pierre berichtet, welche heute mitten in Dardagny steht.
Im Jahre 1280 wurde Amyon de Dardagny, der erste Schlossherr, Ritter und Kronvasall von Genf, zum ersten Mal erwähnt, als er durch ein Testament 30 Bücher erhält. Zu diesem Zeitpunkt existieren drei mächtige Häuser in der Umgebung von Dardagny: das südliche Haus, repräsentiert durch André de la Corbière, das nördliche Haus, repräsentiert durch Michaud de Livron, und das zentrale Haus, repräsentiert durch ebendiesen Amyon de Dardagny. Als „Dardaniacum“ wurde das Dorf selbst im Jahr 1309 zum ersten Mal erwähnt.
Durch die Reformen im Jahre 1536 ging das Gebiet um Châteauvieux, Confignon und Dardagny in die Hand der Genfer Republik über. Erst im Jahre 1646 gelang es den Genfer Regenten Amédée Favre, die zwei Herrscher wieder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Sein Sohn Daniel Favre vereinte im Jahre 1655 die beiden übrigen Häuser zu einem einzigen, eine Massnahme, die er einfach
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Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
•Das Château de Dardagny, darin vor allem der Rittersaal mit den barocken sowie eine imposante Balustrade
•Das Haus des Malers Armand-Alexandre Leleux
•Die kleine Kirche. Der Kirchturm ist mitten auf dem Dach angebracht, anders als bei den üblichen an die Kirche angestellten Kirchtürmen
•Das Tal von Allondon ist ein vielbesuchter Erholungsort
Wirtschaft
Wirtschaft
Im Mittelalter war Dardagny ein Winzer- und Müllerort. Im Jahre 1321 ist die Existenz einer Mühle beurkundet, 1545 wurden Papiermühlen errichtet, die 1850 im Rahmen der Industrialisierung durch eine Papierfabrik ersetzt wurden. Im Laufe des 17. Jahrhunderts begann das Uhrmacherhandwerk, Fuss in Dardagny zu fassen, verschwand jedoch im 19. Jahrhundert restlos, als die Viehzucht modern wurde. Dieser Trend hielt bis etwa 1950, man hatte sogar im Jahre 1827 eine Käserei erbaut, nach 1950 spezialisierte sich der Ort beinahe ausschliesslich auf den Weinbau, der jedoch nur von einem Viertel der Bevölkerung betrieben wird. Entsprechend entfallen von den 860 ha Gesamtfläche 180 ha auf Weinanbau, 250 ha auf die kulturellen Einrichtungen (das Schloss, etc.) und 160 ha auf Wald. Drei Viertel der Bevölkerung sind Berufspendler.
Besonders bekannt ist Dardagny für den Rotwein
Pinot Noir de Dardagny und den Weisswein
Coteaux de Dardagny "Sauvignon".
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