Geschichte
Der Altenbekener Viadukt wurde von der Königlich-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft gebaut und am 21. Juli 1853 durch König Friedrich Wilhelm IV. eingeweiht. Von ihm stammt der Ausspruch „Ich habe geglaubt, eine goldene Brücke vorzufinden, weil so schrecklich viele Thaler verbraucht worden sind“.
Viadukt, Bahnhof, Betriebswerk und der Tunnel unter dem Rehberg waren die Ursache der Entwicklung des Dorfes Altenbeken zu einer Gemeinde, die ihre heutige Größe fast ausschließlich der Eisenbahn zu verdanken hat (siehe Eisenbahnstadt).
Im Zweiten Weltkrieg war der Altenbekener Viadukt ein bevorzugtes Ziel alliierter Bombenangriffe, bei denen mehrere Pfeiler zerstört wurden. Bereits der erste Angriff am 26. November 1944 unterbrach die wichtige Bahnstrecke. Während dieser Zeit mussten Fahrgäste über Leitern 35 m hinunter- und an der anderen Seite wieder hinaufklettern, um mit einem anderen Zug weiterzufahren. Der Güterverkehr wurde über die Strecke Detmold-Herford-Bielefeld/Ost umgeleitet. Nach einer provisorischen Wiederherstellung im Februar 1945 erfolgte die erneute Zerstörung. Im Mai 1946 war mit einer behelfsmäßigen Verbindung das Bauwerk wieder mit 20 km/h befahrbar. Erst am 2.Oktober 1950 - fast sechs Jahre nach der ersten Zerstörung - konnte der Viadukt wieder in der alten Form in Betrieb genommen werden. Der Wiederaufbau des Viadukts berücksichtigte die historische Form der Brücke, die sich damit nach wie vor in ihrer alten Form präsentiert. Allerdings konnte der Schlussstein des Viadukts nicht wieder eingesetzt werden, er befindet sich heute als Denkmal vor dem Altenbekener Heimatmuseum.
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