Geschichte
Der Ortsname geht nicht auf einen Bischof sondern auf die Lage an einer Mainbiegung zurück (bieschen = biegen).
Bischofsheim gilt gemeinhin als "Eisenbahnergemeinde". Nach 1865 nahm der Ort durch den Ausbau der hessischen Ludwigsbahn von Darmstadt in das damals zu Hessen-Darmstadt gehörende Mainz einen ungeheuren Aufschwung. Viele Arbeiter, die die Ludwigsbahn bauten, ließen sich mir ihren Familien in Bischofsheim nieder. Von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert bin in die 1960er Jahre entwickelte sich Bischofsheim außerdem zum größten Güterbahnhof Südwestdeutschlands. Diesen Status hat der Ort seit den 1970er Jahren aber wieder eingebüßt.
Bischofsheim war von 1930 bis 1945 ein Stadtteil von Mainz. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ab dem 9. September 1942 wurden desöfteren wegen der Bedeutung Bischofsheims als Verkehrsknotenpunkt von britischen und amerikanischen Flugzeugstaffeln bombardiert. Der Ort und der Bischofsheimer Verschiebebahnhof wurden zur Hälfte zerstört. Nach dem Krieg legten die französischen und amerikanischen Besatzungsmächte den Rhein als Grenze ihrer Besatzungszonen fest. Damit kam das Mainzer Stadtgebiet in der französischen Zone 1947 an das neugegründete Land Rheinland-Pfalz, die rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile in der amerikanischen Zone an das neugegründete Bundesland Hessen. Während die drei Stadtteile nördlich des Mains (Amöneburg, Kastel, Kostheim) der Stadt Wiesbaden zugeteilt wurden, wurden Bischofsheim und das benachbarte Ginsheim-Gustavsburg wieder eigenständige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau.
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