Geschichte
Bereits in der Zeit zwischen 2000 und 1700 v.Chr kann eine Besiedlung des Eper Gebietes nachgewiesen werden. Funde von Waffen, Schmuckstücke und Tongefäße zeugen von dieser jungsteinzeitlichen Besiedelung. Die Funde befinden sich im Museum in Münster.
Im Jahr 800 wird im Zuge der Christianisierung des Münsterlandes die erste Kirche aus Holz errichtet. Eine zweite Kirche wird 1175 erbaut; hierbei dürfte es sich um einen Steinbau gehandelt haben. Der noch heute erhaltene Taufstein aus dieser Zeit deutet darauf hin. Beide Kirchen scheinen auf dem Boden des Hofes zu Epe gestanden haben und waren somit Eigenkirchen.
1188 findet das Dorf Epe erstmals urkundliche Erwähnung, damals noch Apa (Ort am Fluss/Wasser), im Güterverzeichnis des Grafen Dale zu Diepenheim (Heute im Rijksarchief Utrecht). 1325 wird daraufhin der Hof zu Epe erstmals urkundlich erwähnt. Er war im Besitz der Herren von Keppel zu Nienborg, die lange Zeit das Patronatsrecht über die Pfarre besaßen. Heinrich von Wüllen wird 1380 mit dem Hof zu Epe belehnt. So wurde daraus das Haus Wüllen. Es stand unmittelbar in Dinkelnähe (heute Schepers Mühle).
1400 erfolgt die erste Erwähnung von Bauernhöfen in der Langeseite und der Gerdingseite. Zehn Jahre danach erweitert und verschönert Herr von Plettenberg Epe.
1803 fällt Epe durch die Säkularisation an die Grafschaft Salm-Horstmar. 1806 kommt Epe daraufhin zum Großherzogtum Berg unter Napolenons I. Schwager Murat und fällt 1810 wieder an das Kaiserreich Frankreich. Durch die Befreiungskriege wird Epe 1813 preußisch.
1875 wird die Eisenbahnlinie von Gronau über Epe nach Dortmund eröffnet. 1881 erfolgt die Gründung der ersten Textilfabrik (Weberei der Gebr. Laurenz aus Ochtrup) mit 500 mechanischen Webstühlen. Eine Spinnerei wird 1904/1905 in Betrieb genommen. Es folgt eine Färberei. 1967 wird das Werk geschlossen.
Im Jahr 1886 stürzt die Kirche des Dorfes ein. Durch Umpfarrung der Bauernschaften Buterland und Eilermark von St. Agatha Epe nach St. Antonius Gronau im Jahr 1896, verliert Epe erhebliche Gebiete und eine große Anzahl von Einwohnern.
aus. 1992 erfolgt die Schließung des Werkes.
Durch das Aufblühen der Textilindustrie nimmt die Bevölkerung um die Jahrhundertwende wieder zu. Es werden mehrere katholische Schulen gebaut.
1904 wird die Eper Gasanstalt gebaut.
Der Amtmann Pilatus läßt 1905 ein zentrales Wasserversorgungsnetz anlegen.
Im Jahre 1907 erhält das Dorf eine evangelische Schule und 1911 eine evangelische Kirche. Außerdem wird 1926 der Eper Park angelegt.
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