Flagge von Österreich

Österreich

Hauptstadt
Wien
 
Fläche
83.859 km²
 
Bevölkerung
8.205.000
 
pro km²
98 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
23.09.2019
03:38
 
 
+
»
 

Geschichte

Kaisermühlen befand sich ursprünglich am rechten Ufer der damals noch unregulierten Donau. Hier wohnten vor allem die Betreiber der namensgebenden Schiffmühlen, aber auch Flößer und Fischer. 1830 wurde im Bereich des heutigen Gänsehäufels eine Dampfschiffstation errichtet, wodurch Kaisermühlen an wirtschaftlicher Bedeutung gewann. Bei der Eingemeindung im Jahr 1850 wurde Kaisermühlen aufgrund seiner Lage ein Teil des neuen 2. Wiener Gemeindebezirkes Leopoldstadt. Nach der Donauregulierung von 1870 bis 1875 jedoch befand sich Kaisermühlen plötzlich am linken Ufer der Donau und war somit vom Stadtzentrum abgeschnitten. Das führte dazu, dass die Schiffmühlen nach und nach abwanderten und im Zuge der Industriellen Revolution zunehmend bedeutungslos wurden und schließlich gänzlich verschwanden. Die Dampfschiffstation wiederum wurde auf das andere, stadtseitige Donauufer verlegt, was den Verlust einer wichtigen Einnahmequelle bedeutete.

In der Zwischenkriegszeit entstanden große Gemeindebauten, unter anderem der Goethehof, der einer der wichtigsten Schauplätze der Februarkämpfe 1934 war und sogar aus der Luft angegriffen wurde. Nach dem Anschluss 1938 wurde Kaisermühlen Teil des 22. Bezirks Groß-Enzersdorf, welcher wiederum gemeinsam mit anderen durch umfangreiche Eingemeindungen entstandenen bzw. erweiterten Bezirken Groß-Wien ergab. Seit 1954 schließlich bildet Kaisermühlen mit sieben weiteren ehemaligen Gemeinden den Bezirk Donaustadt.

Basierend auf dem Artikel Kaisermühlen der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
Quelle | Autoren und Artikelversionen