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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
04.04.2025
06:36
 
 
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Geschichte

Die erste schriftliche Überlieferung mit Bezug zu Kürnbach stammt aus der Zeit um 1278. Es handelt sich dabei um ein Güterverzeichnis des Klosters Weißenburg, dessen Abt alle Besitzurkunden des Klosters zu einer zusammenfassen ließ. Aus diesem Dokument geht hervor, dass Kürnbach bereits seit etwa 990 im Besitz dieses Benediktinerklosters war. Etwa hundert Jahre später taucht erstmals der Name eines Adelsgeschlechts von Kürnbach auf. Dieses benennt sich später nach seinem neuen nahegelegenen Stammsitz in von Sternenfels um.

Es ist gesichert, dass Kürnbach bereits zur Zeit Karls des Großen eine Holzkirche hatte, die später durch einen romanischen Steinbau ersetzt wurde.

Kürnbach lebte 600 Jahre lang als eine staatsrechtliche Kuriosität. Es war zu zwei Dritteln hessisch und zu einem Drittel erst württembergisch, dann badisch. Hierfür wurde eine eigene Gemeindeordnung erlassen; es gab zwei Standesämter, zwei Gemeindekassen und zwei Bürgermeister, die auf sechs Jahre gewählt wurden, wobei jeder drei Jahre den Vorsitz im Gemeinderat führte.
Die Gründe hierfür sind bereits im Mittelalter zu suchen. Um zirka 1300 wurde ein Teil Kürnbachs zum Lehen der Grafen von Katzenelnbogen. Den anderen Teil des Ortes verpfändete Engelhard von Liebenstein, der Enkel der Adelheid von Sternenfels (ehemals von Kürnbach), im Jahr 1320 an Württemberg. Im Jahr 1479 fiel ein Teil Kürnbachs nach dem Tode des Philipps von Katzenelnbogen an die Landgrafen von Hessen.

1543 erhielt Kürnbach das Marktrecht.

Ein weiterer Wechsel des Besitzverhältnisse erfolgte 1567 mit der Teilung des Hauses Hessen. Dabei gingen die hessischen Anteile an Kirnbach an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Mit dem Tod des kinderlosen Bernhards III. von Sternenfels zu Kürnbach erfolgt der Heimfall des Lehens. Damit beginnt das 300 Jahre dauernde württembergisch-hessische Kondominat. Ab 1810 gab es schließlich ein badisch-hessisches Kondominium, das bis 1905 dauerte.

Fortan gehörte Kürnbach komplett zunächst zum Bezirksamt Bretten, dann zum Landkreis Sinsheim, der 1973 aufgelöst wurde. Seither ist der Ort dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.

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