Stadtgliederung
• Bad Waldliesborn stellt aufgrund des Heilbades den bekanntesten Ortsteil Lippstadts dar. Die Wurzeln dieser Ortschaft bildete ein Teil der Bauerschaft Suderlage der bis 1975 eigenständigen Gemeinde Liesborn; der jetzige Name gilt seit dem 1. Mai 1913. Vor 1975 gehörte die Gemeinde Liesborn dem Kreis Beckum an (heute größtenteils Kreis Warendorf). Die Bedeutung als Heilbad verdankt es den Thermalsolequellen, durch die es zu einem renommierten Zentrum für Herz- und Rheumarehabilitation aufsteigen konnte.
• Cappel ist von der Kernstadt Lippstadts kaum noch zu trennen und geht besonders durch ein innerstädtisch gelegenes Industriegebiet (Hella KGaA Hueck & Co. Werk 2, Rothe Erde in diese über. Bedeutsam für den Ort ist das spätestens 1139 erbaute Prämonstratenserinnenkloster, politisch wurde es Lippstadt erst 1949 angegliedert.
• Lipperode stellte wie Cappel einen der letzten Teile Lippstadts dar, welcher bis 1949 vom Kreis Detmold verwaltet und erst danach dem Kreis Lippstadt angegliedert wurde. Für die These, dass Lipperode der Ursprungsort der Stadtgründer Lippstadts ist, gibt es keine gesicherten Quellen. Die eigentliche Wasserburg wurde erst 1248 gebaut. Die Dienstleute dieser Wasserburg bildeten die ursprüngliche Bevölkerung Lipperodes.
•Eickelborn ist über die Stadtgrenzen Lippstadts hinaus vor allem bekannt durch die Psychiatrische Landesklinik, bestehend aus der Klinik für Psychiatrie und dem Westfälischen Zentrum für Forensische Psychiatrie. Die Ortsgeschichte geht zurück bis in das Jahr 1262 und beginnt mit dem Rittergut der Herren von Ekeneberne.
• Benninghausen, welches sich östlich an Eickelborn anschließt, beherbergt ebenfalls eine Westfälische Klinik für Psychiatrie. Erstmalig wurde die Ortschaft im 9. Jahrhundert erwähnt, erlangte jedoch besonders durch ein 1240 erbautes Zisterzienserinnenkloster Bedeutung, welches 1820 in ein Landarmenhaus umgewandelt wurde und so die Grundlage für die heutige psychiatrische Klinik darstellte.
• Lohe stellte ursprünglich einen Vorort zum Kloster Benninghausen dar und ist auch heute noch sehr dörflich geprägt. Erstmals ist es als „Ruversloh“ 1313 urkundlich erwähnt worden. Der Menninghof wurde erstmals um 1500 erwähnt und stellt damit eines der ältesten Bauerngehöfte der Umgebung dar.
• Hellinghausen ist im Westen Lippstadt vorgelagert. Aufgrund einer Sage um ein „versteinertes Brot“ gehörte dieser 1235 in der Pfarrei Friedhardtskirchen gegründete Ort im Mittelalter zu den religiösen Attraktionen der Gegend.
• Herringhausen gehörte ebenfalls Friedhardtskirchen an. Das etwas abseits vom Ortskern gelegene Wasserschloss Herringhausen wurde zwischen 1720 und 1730 errichtet und dient heute der Familie von Schorlemer als Herrensitz.
• Overhagen ist an der Westseite Lippstadts mit diesem fast verschmolzen. Auch dieser Ort gehörte ursprünglich zur Pfarrei Friedhardtskirchen. Das zentral gelegene Wasserschloss Overhagen beherbergt heute ein staatlich anerkanntes privates Gymnasium sowie eine Bühne für Theaterstücke.
• Esbeck, liegt am linken Lippeufer und wird als „Ebike, das bei Hörste liegt“ erstmals 1036 erwähnt. Wichtig für die Geschichte Esbecks ist die Bauernbefreiung durch den Freiherrn vom Stein 1807.
• Dedinghausen wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts durch einen Bruder des Bischofs Altfrid von Hildesheim gegründet und besitzt ebenfalls eine eigene Kirche.
• Rixbeck liegt direkt an der Ostseite Lippstadts und ist durch ein Industriegebiet mit diesem verzahnt. Eine kleine Hügellandschaft, die „Rixbecker Alpen“, prägt das Ortsbild.
• Hörste ist ein Dorf, welches 981 wahrscheinlich aus einer altsächsischen Ansiedlung an der Lippe entstand. Hörstes Pfarrkirche St. Martinus existiert bereits seit der Mitte des 12. Jahrhunderts.
• Garfeln, ehemals zum Kreis Büren gehörend, wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Der Ort ist stark bäuerlich geprägt und besitzt keine eigene Kirche.
• Rebbeke liegt dem Ortsteil Hörste an der Lippe gegenüber. Es handelt sich um einen stark landwirtschaftlich geprägten Ortsteil, dem auch die Ansiedlungen Mettinghausen und Niederdedinghausen angehören. Erste Bauernfamilien in Rebbeke sind seit 1653 verzeichnet.
• Bökenförde liegt im Südosten des Stadtgebietes und stellt ein ehemaliges Eigengut des Bistums Paderborn mit Mühle und Kirche dar. Die Pfarrkirche St. Dionysius wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und stellt gemeinsam mit der Feldkapelle am „Brünneken“ seit 400 Jahren einen Wallfahrtsort dar. Bekannt ist das zu Bökenförde gehörende Wasserschloss Schwarzenraben, welches 1765 von Johann Matthias Kitz erbaut wurde.
• Der Lipperbruch stellt die jüngste Ortschaft Lippstadts dar und entstand im Umfeld des ehemaligen Fliegerhorstes nach dem Zweiten Weltkrieg aus ehemaligen Kasernenanlagen und einigen bäuerlichen Nebenerwerbshöfen. Die Bevölkerung Lipperbruchs bestand zu Beginn vorwiegend aus Kriegsflüchtlingen, Vertriebenen und ansässig gewordenen Soldatenfamilien. Zwischenzeitlich befand sich in Lipperbruch wieder eine Kaserne (Lipperland-Kaserne), die einen großen Teil der ehemaligen Kasernenbauten nutzte. Dort war früher das Transportbatallion 801 stationiert. Im Zuge der Neustrukturierung der Bundeswehr wurde die Kaserne im Jahr 2007 geschlossen. Seit Anfang März wird ca. die Hälfte des alten Kasernengeländes von einer Möbelspedition genutzt. Im Kern Lipperbruchs befindet sich das private Gymnasium Marienschule.
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