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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
22.02.2025
19:22
 
 
+
»
 

Geschichte

Die Bodenfunde in und um Reilingen deuten auf eine sehr frühe Besiedelung. Hierauf weist der Fund eines menschlichen Schädelfragments hin, der 1978 in einer Kiesgrube gefunden wurde und auf 300.000 Jahre geschätzt wird (homo erectus reilingensis). 1286 wurde Reilingen als „villa reitling" erstmals urkundlich erwähnt. In der Nähe gab es eine Burg Wersau, die 1236 erstmals genannt wurde. Zum Herrschaftsgebiet der Burg gehörten Reilingen und Hockenheim. 1286 erwarb Pfalzgraf Ludwig II. die Burg und die beiden Orte als Pfand vom Hochstift Speyer. Formal gehörten die Gebiete weiter zu Speyer, bis sie während der Mainzer Stiftsfehde endgültig zur Kurpfalz gelangten und in die Kirchheimer Zent eingegliedert wurden. 1689 wurde Reilingen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört.

1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst und Reilingen gelangte zu Baden, in dem es dem Amt Schwetzingen zugeordnet wurde. 1924 ging es im Bezirksamt Mannheim auf, dem späteren Landkreis Mannheim.
Politisch waren seit der Reichsgründung die Nationalliberalen am stärksten, ehe sie 1912 von den Sozialdemokraten übertroffen wurden. Während der Weimarer Republik war das Zentrum die bevorzugte Partei bis es ab 1930 von der NSDAP abgelöst wurde, die bei der Reichstagswahl 1933 58,3 Prozent der Stimmen erhielt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. 1959 war die vollständige Kanalisierung des Ortes abgeschlossen. 1965 wurde die Friedrich-von-Schiller-Schule errichtet und 1976 erweitert. 1971 konnte die Mehrzweckhalle eröffnet werden. Bei der baden-württembergischen Gemeindereform konnte Reilingen seine Selbständigkeit bewahren und ging 1975 mit Hockenheim, Altlußheim und Neulußheim eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft ein.

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