Courtaman
Courtaman
Courtaman ist eine Ortschaft und früher selbständige politische Gemeinde im Seebezirk (französisch: District du Lac) des Kantons Freiburg in der Schweiz. Trotz der Lage an der Sprachgrenze und der zweisprachigen Bevölkerung besitzt die Gemeinde im offiziellen Sprachgebrauch keinen deutschen Namen. Am 1. Januar 2003 wurde Courtaman nach Courtepin eingemeindet.
Geographie
Geographie
Courtaman liegt auf , 7.5 km nordnordwestlich der Kantonshauptstadt Freiburg (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich auf einem sanft nach Nordwesten geneigten Hang im Quellgebiet der Biberen (französisch: La Bibera), im Molassehügelland zwischen dem Murtensee und dem Saanetal, im nördlichen Freiburger Mittelland. Die ehemalige Gemeindefläche betrug rund 1.2 km². Sie reichte von der Talniederung der Biberen und dem
Bois de la Râpe nach Südosten über den Hang von Courtaman bis auf die
Studenmatte und an den Rand des
Monterschuwaldes (bis ).
Geschichte
Geschichte
Das Gemeindegebiet war schon zur Römerzeit besiedelt, was durch Funde von Mauerresten, Ziegeln und von zwei Bronzestatuetten belegt werden konnte. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1309 unter den Namen
Cortemant und
Curtemant. Der Ortsname stellt eine Verbindung des spätlateinischen Wortes
cortis (Hof) mit dem Personennamen
Amandus dar.
Courtaman war im Mittelalter Teil des Besitzes der Grafen von Thierstein. 1418 kam das Dorf durch Kauf unter die Herrschaft von Freiburg und gehörte fortan zur Alten Landschaft (Spitalpanner). Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) gehörte Courtaman während der Helvetik und der darauf folgenden Zeit zum Distrikt Freiburg und ab 1831 zum Deutschen Bezirk Freiburg, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Seebezirk eingegliedert wurde.
Im Rahmen der seit 2000 vom Kanton Freiburg geförderten Gemeindefusionen wurde Courtaman mit Wirkung auf den 1. Januar 2003 nach Courtepin eingemeindet.
Wirtschaft
Wirtschaft
Courtaman war bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute haben der Ackerbau, der Obstbau und die Viehzucht nur noch einen geringen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Grössere Gewerbebetriebe sowie ein Tanklager haben sich seit den 1960er Jahren im Tal der Biberen niedergelassen. Im Ort sind Unternehmen des Baugewerbes, des Maschinenbaus und Betriebe, die Wärmepumpen herstellen, vertreten. Seit 1956 ist Courtaman Standort des Foyer Saint-Joseph, einer Ausbildungsstätte für Behinderte. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den Regionen Freiburg und Murten arbeiten.
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