Petrovice u Chabařovic
Petrovice u Chabařovic
Petrovice (deutsch
Peterswald) ist eine Gemeinde mit 698 Einwohnern in Tschechien.
Geographie
Geographie
Das langgestreckte Dorf liegt im Tal des Petrovický potok in 530 m ü.M. an der tschechisch-deutschen Grenze und besitzt einen Grenzübergang für Kraftfahrzeuge der nach Norden in den Ortsteil Hellendorf der Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel führt. Petrovice liegt an einer alten Passstraße, die zwischen dem Osterzgebirge und der Sächsisch-Böhmischen Schweiz von Sachsen nach Böhmen führt. Ende 2006 wurde die südlich vorbeiführende Autobahn D 8 / A 17 Prag-Dresden in Betrieb genommen. Petrovice verfügt seitdem über eine eigene Autobahnabfahrt.
Geschichte
Geschichte
Der Ort an der Passstraße wurde 1352 erstmals urkundlich erwähnt. Damals befand er sich im Besitz der Adelsfamilie Wartenberg. Zwischen 1506 und 1579 gehörte Peterswald zur Herrschaft Graupen (Krupka). Die Besitzer, die Herren von Sebottendorf, mussten Böhmen nach der Schlacht am Weißen Berg verlassen. 1623 kaufte Franz von Courier den Ort, er starb in der Schlacht bei Lützen. Anschließend folgten verschiedene adlige Besitzer und der Zwickauer Textilfabrikant Anton Balle. 1824 entstand links des Raitzabaches die Siedlung Neuhof, die ursprünglich zu Raitza (Rájec) gehörte und 1950 eingemeindet wurde.
1936 übergaben tschechoslowakische Staffelläufer an der Grenze das olympische Feuer auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Berlin an deutsche Sportler. Unmittelbar hinter der Grenze erinnert auf deutscher Seite ein Gedenkstein am
Rundteil an dieses Ereignis.
Heute wird das Ortsbild durch die Stände vorwiegend asiatischer Zigaretten- und Textilhändler geprägt.
Im Niederdorf hat sich am Fußweg zur früheren Meierei Hungertuch ein Bordell für Sextouristen etabliert.
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Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
•Kirche St. Nikolaus, erbaut um 1350 und 1793 umgebaut
•Statue des Hl. Johannes von Nepomuk, von 1709,
•Pylone Ecce homo, 1874 von Anton Bauer errichtet
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