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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
03.04.2025
08:36
 
 
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»
 

Geschichte

Die Römer bauten vor dem Jahr 164 an der Stelle Aalens ein Kastell für die 1000 Mann starke Reitereinheit Ala II Flavia Milliaria. Das Kastell lag westlich des heutigen Stadtzentrums unterhalb der Schillerhöhe und war das größte Lager von Auxiliartruppen am gesamten Obergermanisch-Raetischen Limes. Eine Zivilsiedlung schloss sich im Süden und Osten an. Um 260 gaben die Römer das Kastell auf, als sie ihre Grenze gegen das unbesetzte Germanien hinter die Flüsse Rhein und Donau zurückzogen. Anschließend übernahmen die Alamannen die Region.

Im Mittelalter wurde der Ort das erste Mal in einem Güterverzeichnis von Ellwangen um 1136 als Dorf Alon erwähnt.
Ob Aalen von den Staufern oder den Grafen von Öttingen im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben wurde, steht nicht fest. Die Grafen von Öttingen sind jedenfalls die ersten bezeugten Stadtherren. Von ihnen kam die Stadt ans Reich. Aalen war von 1360 bis 1803 eine Reichsstadt (oft fälschlich: freie Reichsstadt). 1339 wurde sie als „stat“, 1340 als „oppidum“ bezeichnet. 1385 taucht der Titel „civitas“ im Stadtsiegel auf. Ein großes Territorium konnte sich Aalen nicht erwerben. Außer der eigentlichen Stadt gehörten nur wenige nahe gelegene kleinere Weiler zum „Staatsgebiet“. 1575 führte die Stadt unter Beistand des Württembergers Jakob Andreä die Reformation ein. 1628 konnte Ellwangen vorübergehend wieder den Katholizismus durchsetzen (bis 1632). 1803 kam die Reichsstadt Aalen nach dem Frieden von Lunéville zum Kurfürstentum (später Königreich) Württemberg und wurde Sitz eines Oberamtes (Oberamt Aalen). Aus einigen Weilern, die teilweise zu Aalen, teilweise aber auch der Herrschaft Wöllwarth gehörten, wurde 1811 die Gemeinde Unterrombach gebildet. Die östlichen Weiler Aalens kamen zur Gemeinde Unterkochen.

An das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde Aalen 1861 mit der Eröffnung des Abschnittes Bad Cannstatt–Wasseralfingen der Remsbahn. Die Eröffnung der Brenzbahn 1864 und der Oberen Jagstbahn 1866 machten den Bahnhof Aalen zu einem Eisenbahnknoten. Außerdem führte von 1901 bis 1972 die Härtsfeldbahn über Neresheim nach Dillingen an der Donau.

1935 begannen die Eingemeindungen benachbarter Orte. 1938 wurde das Oberamt Aalen in den Landkreis Aalen überführt und die Gemeinde Unterrombach aufgelöst. Deren Gebiet kam größtenteils zu Aalen, der Ort Hammerstadt kam jedoch zur Gemeinde Dewangen, Forst, Rauental und Vogelsang zu Essingen (bis 1952 gehörte dann die gesamte ehemalige Gemeinde Unterrombach mit Ausnahme von Forst zu Aalen, Forst blieb bis heute bei Essingen).

1952 kam Aalen mit ganz Württemberg zum Land Baden-Württemberg. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Aalen Bestandteil des Ostalbkreises. Aalen blieb beziehungsweise wurde Kreisstadt des neuen Kreises. 1975 erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Die Einwohnerzahl der Stadt Aalen überschritt 1946 die Grenze von 20.000. Am 1. August 1947 wurde Aalen zur „unmittelbaren Kreisstadt“ und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 zur Großen Kreisstadt erklärt.

1992 fanden in Aalen die Heimattage Baden-Württemberg statt.

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