Flagge von Senegal

Senegal

Hauptstadt
Dakar
 
Fläche
196.722 km²
 
Bevölkerung
11.936.000
 
pro km²
61 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
22.09.2018
00:18
 
 
+
»
 

Geschichte

 • Paläolithikum, Neolithikum: frühe Kulturen
 • um 470 v. Chr. Expedition des karthagischen Admirals Hanno mit Befahrung des Senegal-Flusses bis wahrscheinlich zum Lac de Guigiers.
 • um 500: Wolof und Serer ziehen in das Gebiet des heutigen Senegals.
 • 9. Jahrhundert: Tukulor siedeln im Flusstal des Senegal.
 • 11.-14. Jahrhundert: Das mächtige Tukulor-Reich Tekrur beherrscht den östlichen Teil des Senegal.
 • ab 1444: Errichtung erster Handelsstützpunkte durch Portugiesen an der Mündung des Senegal. Später Verdrängung durch Niederländer und Franzosen.
 • ab dem 17. Jahrhundert: Franzosen siedeln sich im Gebiet von Senegambien an. Rivalitäten mit Großbritannien.
 • 1677: Niederländische Siedler werden von den Franzosen vertrieben. Die Küste ist nun unter französischer Kontrolle.
 • 1758–1779, 1809–1816: Großbritannien besetzt Senegal.
 • 1840–1865: Frankreich erobert das gesamte heutige Senegal.
 • 1883: Die Bewohner der vier Küstenstädte erhalten französische Bürgerrechte.
 • 1895: Frankreich erklärt das heutige Senegal zu seiner Kolonie; Dakar wird die Hauptstadt von „Französisch-Westafrika“.
 • 1914: Die ersten afrikanisch-stämmigen Abgeordneten werden in französische Nationalversammlung entsandt.
 • 1946: Alle Bürger erhalten das Wahlrecht.
 • 25. November 1958: Frankreich gewährt fast vollständige Autonomie.
 • 18. Juni 1960: Unabhängige Republik
 • August 1960: Léopold Sédar Senghor wird zum ersten Präsident gewählt.
 • 1962: Regierungschef (genau: „Président du conseil“) Mamadou Dia versucht Staatsstreich.
 • 1963: Neue Verfassung mit erweiterten Befugnissen für den Präsidenten
 • 1968, 1973: Große Studentenproteste gegen die Machtfülle des Präsidenten
 • 1970–1981: Abdou Diouf ist Regierungschef unter Präsident Léopold Sédar Senghor.
 • 1976: Verfassungsänderung: Einführung des Mehrparteiensystems
 • 1980: Rücktritt des 1963, 1968, 1973 und 1978 wiedergewählten Präsidenten Senghor aus Altersgründen. Nachfolger: Abdou Diouf
 • 1982: Senegal und Gambia formen gemeinsam die Konföderation Senegambia. Beginn der Separatistenbewegung in der Casamance Mouvement des Forces Démocratiques de la Casamance
 • 1983: Abdou Diouf gewinnt seine ersten Präsidentschaftswahlen mit 84 % der Stimmen.
 • 1988: Ausbruch von Unruhen in Dakar nach Wiederwahl mit großer Mehrheit von Diouf und seiner Partei. Regierung ruft den Notstand aus.
 • 1989: Auflösung der Konföderation mit Gambia
 • späte 80er Jahre: Grenzstreitigkeiten mit Mauretanien
 • 1993: Wiederwahl Dioufs, Opposition wirft ihm Wahlbetrug vor.
 • 15. Mai 1993: Die Ermordung des stellvertretenden Präsidenten des Verfassungsgerichts, Babacar Sèye, stürzt das Land in eine innenpolitische Krise.
 • Januar 1994: Nach der Abwertung des CFA-Franc Ausbruch von Unruhen, Ausschreitungen mit Todesopfern in Dakar. In der Folge Massenverhaftungen und Anklagen gegen Oppositionspolitiker
ʥ 1995: Regierungschef Habib Thiam bildet ein neues Kabinett mit Beteiligung der Oppositionspartei Parti D̩mocratique S̩n̩galais (PDS).
 • August 1997: Verschärfung des Casamance-Konflikts, hunderte Todesopfer unter Rebellen, Zivilisten und Soldaten
 • 24. Mai 1998: Bei Parlamentswahlen gewinnt die Sozialistische Partei von Präsident Diouf. Mamadou Lamine Loum wird neuer Regierungschef. Nur noch ein Oppositionspolitiker ist an der Regierung beteiligt.
 • Juni 1998: Militärputsch im benachbarten Guinea-Bissau. Senegal und Guinea entsenden Truppen.
 • seit 1999: Vermittlung Gambias im Casamance-Konflikts
 • März 2000: Staatsoberhaupt Diouf unterliegt bei Präsidentschaftswahlen dem Kandidaten der Opposition Abdoulaye Wade, (PDS).
 • April 2000: Abdoulaye Wade ernennt Moustapha Niasse (AFP) zum neuen Regierungschef. Bildung einer aus sieben Parteien bestehenden Regierungskoalition
 • Januar 2001: Änderung der Verfassung per Referendum: unter anderem Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten auf maximal zwei Mandate à 5 Jahre, die Bürgerrechte, insbesondere die der Frauen werden gestärkt.
 • März 2001: Bruch der Regierungskoalition. Justizministerin Madior Boye (PDS) wird Premierministerin.
 • 29. April 2001: Bei Parlamentswahlen gewinnt das von Abdoulaye Wade angeführte, aus 40 Parteien bestehende „Parteienbündnis für den Wandel“ 89 von 120 Sitze. Die Partei von Moustapha Niasse, die Alliance des Forces du Progrès (AFP) bekommt 11 Sitze. Die Parti Socialiste (PS) von Abdou Diouf, die bisher die stärkste Kraft im Parlament war erreicht nur noch 10 Sitze. Bildung der Regierung unter Premierministerin Boye (PDS)
 • 26. September 2002: Untergang der senegalesischen Fähre Le Joola, der einzigen Fähre zwischen Casamance und Dakar; über 1800 Todesopfer
 • 7. November 2002: Idrissa Seck (PDS) wird Premierminister. Das Kabinett wird mit 4 Staatsministern und 27 Ministern neu gebildet.
 • 27. August 2003: Kabinettsumbildung, Seck weiterhin Premierminister, nun 34 Minister
 • 21. April 2004: Macky Sall (PDS) wird Premierminister.
 • 25. Februar 2007: Bei den Präsidentenwahlen tritt Amtsinhaber Abdoulaye Wade erneut an und wird bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
ʥ 19. Juni 2007: Cheikh Hadjibou Soumar̩ (PDS) wird Premierminister.

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